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1. Vernetzungstreffen der PSG im DAB


Am 17. Februar 2018 kamen im Vereinshaus des Walddörfer Sportvereins Hamburg die Präventionsbeauftragten gegen sexualisierte Gewalt zu ihrem ersten Vernetzungstreffen auf Bundesebene zusammen.

Lilo Schümann, PSG SH, Ingrid Kositzki PSG Bund , Christian Recke und Claudia Weil-Beck PSG HHAuch im Sport ist die Sensibilität gegenüber sexueller Übergriffe im Laufe der letzten Jahre gewachsen. Mittlerweile mahnen wissenschaftliche Studien deutlichen Handlungsbedarf an. Bei der deutschen Sportjugend wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der neben dem Ehrenkodex, dem erweiterten Führungszeugnis und zahlreichen Fortbildungsangeboten auch die Ernennung von Präventionsbeauftragten vorsieht.

Bei unserem Treffen haben wir die folgenden Fragen zur Definition des Inhaltes und Umfanges unserer Aufgaben als zentral angesehen:

  • Was kann in einer geschlossenen Gruppe (Verein) gegen sexualisierte Gewalt unternommen werden?
  • Wann entsteht für die Beauftragten Handlungsbedarf?
  • Welche Schritte können sinnvoll unternommen werden?
  • Wo kann man sich Hilfe holen?

Wir sind der Meinung, dass diese neue Aufgabe eine große Herausforderung darstellt und wissen, dass es ein "vollkommen richtiges" Handeln nicht geben kann. Jedoch ist die Alternative nicht, gar nichts zu tun.

Um Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen, muss man ihnen Stimme und Sprache geben. Dazu gehört die Fähigkeit, Nähe und Distanz zum Gegenüber selbst bestimmen und auch Nein sagen zu können. Man muss sie stärken, denn Kinder mit einer starken Persönlichkeit werden seltener zu Opfern.

Aikido kann hier im positiven Sinne die Körperwahrnehmung schulen und die Persönlichkeit stärken. Dabei ist die Rolle des Trainers / der Trainerin entscheidend.

Brauchbares Material zu dem Themenkomplex ist leicht zu finden, so zum Beispiel auf den Internetseiten, des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Sportjugend und diverser Opferorganisationen.

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass in den einzelnen Landesverbänden die Ämter der Präventionsbeauftragten mit engagierten Aikidoka besetzt werden.

Ingrid Kositzki
Beauftragte zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt des DAB

Kinder- und Jugendlehrgang in Bordesholm


Am 3. März hatte der Aikido-Verein Wattenbek wie jedes Jahr im Frühling zum Lehrgang für Kinder und Jugendliche aufgerufen, wobei Erwachsene genauso willkommen waren. Der eigene Verein war fast vollständig vertreten, aus dem restlichen Schleswig-Holstein kamen immerhin 10 Personen. Pünktlich um 11 Uhr begann die Begrüßung durch die beiden Trainer Pieter Genzow (3. Dan) und Sven Hüser (l. Dan), welche sich in den kommenden Stunden gerecht die Leitung des Lehrganges und das Vorführen der Techniken teilten.

Zum Aufwärmen wurden 3 Gruppen gebildet, welche in kleinen Spielen gegeneinander antraten. Spielerisch war auch das anschließende Sabaki, um zum Hauptthema des Lehrganges "Ushiro" überzuleiten. Danach wurden die einzelnen Techniken bis zum 4. Kyu hauptsächlich aus Ushiro-ryote-tori geübt. Die beiden Trainer nahmen sich genug Zeit, um bei jedem Aikidoka zu gucken und gegebenenfalls nachzuhelfen. Es wurde auch darauf geachtet, dass sich jeder immer wieder neue Trainingspartner nimmt, denn dann lernt man, seine eigene Führung und Haltung anzupassen und zu verbessern. Nach ánderthalb Stunden wurde es Zeit für eine Stärkung in der Mensa mit Gulasch und Nudeln.

Das Thema der 2. Einheit war "Judo". Hierbei waren viele schon sehr gespannt, was diese Sportart von unserer unterscheidet. Zum einen ist Judo ein Kampfsport, bei dem man Wettbewerbe gewinnen kann, Aikido eine Kampfkunst nur zur Selbstverteidigung. Geübt wurden die Bodenfesthaltetechniken, welche in einem Wettkampf vorkommen können. Zuerst hat sich Uke einfach auf den Bauch gelegt oder zusammen gekauert und Nage hat versucht ihn umzudrehen, wobei es jeder erstmal für sich ausprobiert hat, danach wurde die Technik gezeigt und wiederholt. Nach und nach entstand daraus die Technik Kami shiho gatame. Danach wurde aus der Rückenlage von Uke Kesa gatame geübt und dieser sollte versuchen sich zu befreien. Einigen gelang dies schon recht gut und nach ein paar gezeigten Tipps konnte jeder sich befreien. Nun war der Ehrgeiz von Nage geweckt und jedes Trainingspaar rang fleißig miteinander um die Beherrschung von Festhalte und Befreiung.

Allen machte dies großen Spaß, seine eigenen Grenzen auszutesten und einige wunderten sich bestimmt über sich selbst, wie sie darüber hinaus gegangen sind. Denn im Gegensatz zum Aikido liegt Uke auf dem Rücken und kann anders mit seinem Nage agieren. Kurz wurden auch noch die Techniken Yoko shiho gatame und Hara gatame ude garami gezeigt und geübt, jeweils als Festhaltender und als Befreiender. Während sich alle daraufhin erholten und ihre Kleidung wieder sortierten, zeigte und erklärte Pieter Genzow den großen Unterschied beider Sportarten: die Festhaltetechniken im Judo lassen dem Gegner Spielraum für Gegentechniken, z.B. freie Arme. Auch ist man mit vollem Körpereinsatz dabei, um einen Einzelnen am Boden zu halten, bis der Wettkampf nach bestimmter Zeit beendet wird. Zur Selbstverteidigung können diese Punkte von Nachteil sein und Aikido bietet sich dort besser an: der Angreifer liegt mit dem Bauch auf dem Boden und kann seine freie Hand nicht unmittelbar gegen den Verteidiger einsetzen; man erreicht mit geringstmöglichen Körpereinsatz den größten Nutzen, was vor allem für kleinere/leichtere Verteidiger gut ist und man kann die Umgebung im Blick behalten statt sich nur auf eine Person zu konzentrieren.

Danach gab es eine kleine Pause, bevor es in der 3. Einheit nach erneuter Erwärmung wieder um Angriffe von hinten ging. Die geübten Techniken waren wieder bis zum 4. Kyu gehend, allerdings variierte nun der Ushiro-Angriff. Durch aufmunternde Zurufe holten die beiden Trainer nochmal alles an Motivation aus den Teilnehmern, trotz Erschöpfung. Nach dem Abgrüßen und gemeinsamen Mattenabbau konnte endlich der bereitgestellte Kuchen vernascht und sich über den Lehrgang unterhalten werden. Vielleicht hat jeder für sich etwas Neues und Brauchbares auf seinem Weg des Aikido mitgenommen.

Madleen Genzow
Aikido-Verein Wattenbek

Prüfung in Hohenwestedt


Viel vorgenommen hatten sich die Hohenwestedter Aikidoka für den 01. Dezember. Jürgen Springborn und Detlef Kirchhof, beide 2. Dan Aikido, hatten zehn Prüflinge aus der Kinder- und Jugendgruppe vor sich. Alle hatten sich in den letzten Monaten bei ihrem Lehrer Detlef intensiv vorbereitet. 

Nicht nur Prüflinge füllten die Halle - auch Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde waren gekommen, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen. Nach fast zwei Stunden gespannter Aufmerksamkeit bei Aktiven und Publikum konnten die beiden Prüfer das Ergebnis bekannt geben: Benno, Ben, Jannis, Colin und Christopher bestanden die Prüfung zum 5. Kyu Aikido. Julian erreichte den 4. Kyu Aikido und Jenny, Valeria, Jonas und Benjamin sind nun 3. Kyu Aikido. 

Alle Prüflinge überzeugten mit souveräner und sicherer Vorführung nicht nur die Prüfer. Davon zeugte der anhaltende Applaus des Publikums, als Jürgen und Detlef den Kindern und Jugendlichen ihre neuen Farbgurte überreichten.

Herzlichen Glückwunsch!

Samurai Camp 2017


In diesem Jahr wurde der Start des Zeltlagers von Hoffen und Bangen begleitet. Würde das Wetter in den nächsten sechs Tagen besser werden oder weiterhin so unberechenbar bleiben wie in der Zeit davor? 21 Vereine aus ganz Deutschland mit insgesamt 76 Aikidoka waren im Camp vertreten. 28 Aikidoka zählte die Altersgruppe 9 – 13 Jahre, 29 die Altersgruppe 14 – 16 Jahre und 11 Aikidoka 17 – 18 Jahre (2 Teilnehmer und 7 Teamer/-innen jenseits dieser Grenzen, wobei eine Betreuerin im Kreis der 18-Jährigen enthalten ist.

Die Teilnehmenden kamen aus Nordrhein-Westfalen (9), aus Hessen (10), aus Niedersachsen (9), aus Hamburg (8), aus Sachsen (4), aus Mecklenburg-Vorpommern (3), aus Baden-Württemberg (1) und 32 aus Schleswig-Holstein. Der Verein aus Hohenwestedt stellte einmal wieder von der Vereinsstärke her den größten Verein, nämlich 12 Aikidoka. 34 weibliche standen 43 männlichen Aikidoka gegenüber. Insgesamt wurden 11 Zelte belegt, zwei von den Teamern und neun von den Teilnehmenden. Ein weiteres Zelt wurde für allgemeine Vorbereitungen sowie für das Werwolf-Spiel bereitgehalten. Zeitweise konnten die Pavillons, in denen gegessen, aber auch das Bergfest gefeiert wird, genutzt werden.

Nach Ankunft in Scharbeutz am Freitag, dem 28. Juli 2017, Mittagessen und Einweisung ins Camp, ging es erst einmal an den Strand. Nach dem Motto "kein Regen ist Sonne genug" genossen die Kinder und Jugendlichen Strand, Sand und Ostsee. Und tatsächlich zogen die ganz dunklen Wolken nördlich und südlich an uns vorbei. Das Camp war damit offiziell eröffnet. Natürlich ist das Samurai Camp ein Aikido- bzw. Sport-Camp. Deshalb wurden sechs anspruchsvolle, aber hochinteressante Trainingseinheiten mit einer unterschiedlichen Anzahl an Stationen durchgeführt. Dabei wurden auch Techniken gezeigt und geübt, die nicht zum Standard-Aikido gehören. Diese Abwechslung wurde von den Aikidoka begeistert aufgenommen. Natürlich gab es auch Zeit zur freien Verfügung, um eigene Interessen ausleben zu können, Kontakte zu anderen Teilnehmern aufzubauen oder zu vertiefen und auch, um Spiele selbstständig anzuleiten und zu spielen.

Zusätzlich gab es jedoch eine ganze Reihe von Workshops, u. a. Schminken, innere Motivation, Schlagfertigkeit, gesunde Ernährung, Tugenden der Samurai, Origami, Kalligraphie, Yoga, Tischtennis, Stock-Kampf, Gurt oder Knoten binden, Gipsmasken anfertigen, Slacklining, Ballspiele und Schach.

Die obligatorische Camp-Olympiade durfte natürlich auch nicht fehlen. Das jeweils älteste Jungen- und Mädchenzelt baute neun Stationen auf und führte die Disziplinen durch. Sieben Teilnehmerzelte waren hoch motiviert und kämpften voller Eifer um jede Disziplin und um den Gesamtsieg. Das älteste teilnehmende Jungenzelt hatte sich, wider Erwarten, auf einen Sieg eingestimmt. Es kämpfte verbissen um jeden Zentimeter, Liter, Ball oder Durchgang. Tatsächlich konnte es schließlich den Gesamtsieg für sich verbuchen, dicht gefolgt vom zweitjüngsten Mädchenzelt, für das auch einige Wattenbekerinnen gekämpft hatten. Und da wir endlich mal richtig Sonne hatten, blieben wir gleich unten am Strand, so dass alle zu Gewinnern wurden.

Der letzte und größte Höhepunkt war wie immer der Hansa-Park. Eine kurze Anfahrt mit dem Bus, und der Spaß konnte beginnen. Ob Kettenkarussell, Wasserrutsche, Fluch von Novgorod, der Schwur des Kärnan, Hai oder Barracuda Slide oder Blumenmeer-Bootsfahrt, alle konnten etwas finden, das ihnen Spaß machte. Dass sich eine halbe Stunde vor Ende der Regen wieder in Erinnerung brachte, konnte die Freude auch nicht mehr trüben. Wer gerüstet war für den Super Splash, dem konnte ein bisschen Regen nichts anhaben. Wie im Fluge war die Zeit schon wieder um.

Im Anschluss an den Hansapark gab es noch einmal das geliebte Grillen, wobei anfangs noch überhaupt nicht klar war, ob es trocken bleiben würde. Jedoch war uns der Wettergott einmal wieder gnädig. Am späteren Abend wurde noch einmal kräftig getanzt, um so auch das diesjährige Camp würdig zum Abschluss zu bringen.

Am nächsten Morgen hieß es Packen, Zelte in Ordnung bringen, Geschirr und Besteck zählen und Abreise. Das große Verabschieden begann, immer in der Hoffnung, sich im nächsten Jahr an gleicher Stelle wiederzusehen oder (im elektronischen Zeitalter) den Kontakt aufrecht halten zu können. Vielen Dank an alle Teilnehmer/-innen und Teamer für ein tolles Samurai Camp 2017. Es hat – auch nach 15 Jahren – wieder Spaß gemacht.

Lilo Schümann
Jugendleiterin des AVSH

Prüfungen in Hohenwestedt


Kurz vor der Sommerpause legten die Aikidoka in Hohenwestedt einen kleinen Zwischenspurt in Sachen Prüfungen hin. Am 11., 14. und 18. Juli stellten sie sich der Herausforderung und präsentierten, was sie sich erarbeitet hatten.

Den Auftakt machten Sascha Reimann, Fred Sörnsen und Florian Ehlers, die vor den Augen von Jürgen Springborn, 2. Dan Aikido, das Progamm für die Prüfung zum 3. Kyu Aikido präsentierten und schließlich freudestrahlend das Ergebnis entgegennahmen: Alle drei hatten die Prüfung zum Grüngurt bestanden.

Weiter ging es Schlag auf Schlag in der Kinder- und Jugendgruppe des MTSV Hohenwestedt: Diesmal war es Detlef Kirchhof, 2. Dan Aikido, der die Prüfung abnahm. Und als auch er schließlich Anni, Svea, Jette, Karolin, Alexander, Wladimir und Felix bescheinigen konnte, dass sie die Prüfungen zum 5. bzw. 4. Kyu Aikido bestanden hatte, konnte man deutlich sehen, dass er sich mindestens genauso sehr freute, wie der glückliche Aikido-Nachwuchs.

In der letzten Runde war dann nur ein Prüfling am Start: Jan stellte sich der Prüfung zum 2. Kyu Aikido vor den Augen von Roland Nemitz, 7. Dan Aikido. Bei dieser Prüfung ist das Programm schon recht umfangreich, und so kam insbesondere Jans Uke Detlef, der die ganze Zeit angriff und immer wieder locker flockig aufstehen musste, wenn er von Jan in die Ecke befördert worden war, gut in Schweiß. Auch hier konnten beide am Ende strahlen: Jan hatte die Prüfung zum 2. Kyu bestanden.

Herzlichen Glückwunsch!