Den zweiten Aikido Kinder- und Jugendlehrgang 2025 gab es wieder in Hohenwestedt. Wieder war der Hauptlehrende Detlef Kirchhof, 3. Dan. Dieses Mal wurde er von seiner Schülerin Fiona unterstützt. Thema war „Abwehr von Rückwärtigen Angriffe und Aikido, aber einfach“. Die Trainingseinheiten wurden dieses Mal etwas kürzer zugeschnitten, dafür traf man sich öfter auf der Matte. So hatten die 19 teilnehmenden Aikidoka, aus leider nur zwei Vereinen, Zeit sich wieder zu regenerieren. Diese Idee ging voll auf. Alle, vom 9-jährigen Weißgurt bis zum 18-jährigen 2. Kyu, trainierten hochkonzentriert und mit viel Elan und Freude miteinander. Die einzelnen Einheiten wurden durch Spiele eingeleitet und beendet.
Das Portfolio der Beiden war schier unerschöpflich. „Kröte, Virus, Atom Spiel, Blinzelmörder,… und zum Abschluss der Kirchhof Klassiker „Sonne und Mond“ ließen der Langeweile keine Chance. Vom Technikangebot ging es vom Shiho-nage über die erste Hand ausgeführt, über Ude-osae bunt durchs Kyu- und Dan-Programm. Beherrschender Einwand war immer wieder die Nutzung der „Knie“, um erfolgreich bei den Ushiro-Angriffen durchzutauchen. Einen Ausflug gab es ins Uke-Verhalten, als Detlef mit einer kurzen Heizrohrisolierungsrolle den Hals Ukes beim schrägen Schlag und ein Stück Gartenschlauch in der Hand die Schläge symbolisieren und so den Schlag üben ließ. Verhalten Ukes war auch ein Thema bezüglich „Einbringen der Energie“ (Toter Fisch Uke) und das Nichtvorwegnehmen der Technik. So gab es also viel zu lernen und zu üben. Kirchhof, als bekannte „Rampensau“ im Kinder- und Jugendbereich und Fiona als seine Unterstützung forderten viel, aber sie gaben auch viel Input.
Nach dem Essen im Vereinsheim gab es einen Spaziergang durch den Park zum Spielplatz − unglaublich, welche Faszination Spielgeräte auch auf ältere Jugendliche ausüben. Ein weiteres Highlight war die Abendeinheit bei völliger Dunkelheit in der Halle. Ein völlig anderes Raumgefühl und eine erhöhte Aufmerksamkeit war erforderlich. Bevor es zur Nachtruhe ging gab es Kartenrutschen und eine „Gute Nacht Geschichte“ aus dem Buch „Erinnerungen an O-Sensei“. Die ausgewählte Geschichte hatte die Schlussfolgerung, dass man mit jedem trainieren kann, darüber wurde noch ausführlich gesprochen. Tatsächlich war die Nacht sehr ruhig und nach dem Frühstück und dem Aufräumen der Halle gab es eine letzte Trainingseinheit mit einer kurzen Trinkpause. Dann hieß es Abschied nehmen.

Der Dank gilt den jungen Aikidoka für ihr motiviertes Training, Lilo für ihren Besuch und, dass ihr Verein Teilnehmende gemeldet hat, den Eltern für ihre Beiträge zum Nachmittags Buffet und den Fahrdienst. Der Appell geht (und da werde ich nicht müde) an alle Vereine, sich vermehrt in der Kinder- und Jugendarbeit zu engagieren und nicht nur ihre eigene technische Weiterentwicklung zu sehen. Sonst ist es eine Frage der Zeit, das es Kinder-und Jugendlehrgänge im AVSH nicht mehr geben wird. Wir müssen in die Zukunft denken, sonst werden wir ein „Haufen älterer Teilnehmender“.
Detlef Kirchhof



